Kunden Geschichte

Wie sich Delta während der Coronapandemie durch interne Mobilität neu aufstellte

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Zusammenfassung

Inmitten der Unsicherheit, die mit der globalen Pandemie einherging, musste Delta Air Lines zur Unterstützung seiner Mitarbeiter und Kunden neue Programme, Prozesse und Sicherheitsmaßnahmen entwickeln. Dafür prüfte Delta seine aktuell verfügbaren Talente und fand schnell heraus, dass eine Gelegenheit bestand, Angebot und Nachfrage aufeinander abzustimmen. Während viele Mitarbeitergruppen in Kurzarbeit gingen, da die Branche mit einem noch nie dagewesenen Einbruch der Kundennachfrage konfrontiert war, benötigten andere Teams zusätzliche Unterstützung.

Mit einem Fokus auf Stellenumbesetzungen, Jobsharing und gezielter interner Kommunikation nutze Delta die Avature-Plattform, um in Rekordzeit ein innovatives internes Mobilitätsprogramm ins Leben zu rufen, anstatt die Technologie wie sonst zur Rekrutierung tausender externer Kandidaten pro Jahr einzusetzen.

Über Delta

Delta Air Lines mit Sitz in Atlanta, Georgia, ist die weltweit führende US-amerikanische Fluggesellschaft in Sachen Sicherheit, Innovation, Zuverlässigkeit und Kundenerlebnis. Angetrieben von seinen Mitarbeitern auf der ganzen Welt hat Delta die Luftfahrtbranche in puncto operativer Exzellenz zehn Jahre lang angeführt und es gleichzeitig geschafft, seine Reputation für einen preisgekrönten Kundenservice aufrechtzuerhalten.

Die Pandemie bremst die Reisebranche aus

Im Fall von Delta wären in einem typischen Jahr mehr als eine Million Bewerbungen zur Besetzung von durchschnittlich rund 7.000 externen Stellen bearbeitet worden. Stattdessen führte die weltweite Pandemie zu einem vorübergehenden Einstellungsstopp und einem Programm für Mitarbeiter, die freiwillig aus dem Unternehmen ausscheiden wollten. Zusammen mit den mehr als 40.000 Mitarbeitern, die die Freistellungsmöglichkeiten des Unternehmens auf freiwilliger Basis in Anspruch nahmen, hatte dies eine noch nie dagewesene Verteilung der Belegschaft zur Folge.

"Im März kam alles zum völligen Stillstand – angefangen von unseren Flügen bis hin zu unseren Einstellungen."

Myria Peek Manager of Talent Acquisition Technology, Process and Analytics bei Delta

„Deshalb hatten wir in einigen Bereichen zu viele Talente und in anderen Bereichen Engpässe“, erläutert Peek. „Doch war es für Delta wichtig, auf unser Geschäft und unsere Mitarbeiter achtzugeben.“

Ein „Gig-Ansatz“ bei der Talentmobilität

Mit Blick auf die Bedürfnisse seiner verschiedenen Akteure entwarf Delta ein zweistufiges Programm, das sich auf die Flexibilität der Avature-Plattform stützte, mit der das Unternehmen seit November 2019 arbeitet. In der ersten Phase konzentrierte man sich darauf, Kandidaten zu ermitteln, mit denen man bereits interagiert hatte, und ihnen gezielte Kommunikationen zukommen zu lassen, um die Beziehungen aufrechtzuerhalten. Dabei garantierte man ihnen, ihre Bewerbungen neu zu prüfen, sobald wieder Normalität eingekehrt wäre.

 

„Transparenz und ein Schwerpunkt auf das Kandidaten- und Mitarbeitererlebnis zählen zu den zentralen Werten des Unternehmens.“

Myria Peek
Manager of Talent Acquisition Technology, Process and Analytics bei Delta

In der zweiten Phase lag der Fokus auf Stellenumbesetzungen, Jobsharing und gezielter interner Kommunikation. Durch die Nutzung von Tools, die zuvor für bestimmte Talentgewinnungsziele wie Sourcing und die Interaktion und die Einstellung von erstklassigen Kandidaten implementiert worden waren, konnte Delta die Plattform dank der Flexibilität von Avature umfunktionieren, um sie ganz mühelos an seine Erfordernisse im Bereich Talentmobilität anzupassen.

„Unser Team erkannte, dass wir Avature zur Aufrechterhaltung der Geschäftskontinuität nutzen konnten, um Mitarbeiter aus Bereichen mit Überkapazitäten abzuziehen und Bereiche mit Engpässen oder Personalmangel zu besetzen“, so Myria Peek, Manager of Talent Acquisition Technology, Process and Analytics bei Delta.

Delta nutzte Avature, um eine maßgeschneiderte Landing Page zu aktivieren, über die Hiring Manager Talentlücken ermitteln und Mitarbeiter ihr Interesse an „Sonderaufträgen“ aus einer Vielzahl an internen Beschäftigungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten innerhalb und außerhalb ihres Verantwortungsbereichs bekunden konnten. „Wir erstellten eine Registrierungsseite in Avature, über die unsere Hiring Manager zum Beispiel sagen konnten: ‚Ich brauche etwas Unterstützung, da ich mit Anrufen überflutet werde, weil ich im Bereich Reservierungen arbeite‘ oder ‚Mehr als die Hälfte meines Teams hat sich freistellen lassen, um das Unternehmen zu unterstützen, und ich benötige Hilfe‘“, erläutert Peek. „Unsere Manager können uns nun über unterbesetzte Bereiche informieren und wir vermitteln diese Möglichkeiten an Mitarbeiter, damit sie aushelfen können.“

Delta veröffentlichte die zu vergebenden Aufträge dann auf seiner internen Karriereseite, indem das Unternehmen die Informationen in sein HRIS-System integrierte. Dank der automatisierten Steuerung des Enddatums war es den Hiring Managern möglich, auf einfache Weise zu kommunizieren, ob der Auftrag verlängert werden musste. Auch Screening-Informationen für Sonderaufträge mit unterschiedlichen Anforderungen an die Eignung der Kandidaten konnten so einfacher zusammengetragen werden. Insgesamt nutzte Delta kurzfristige Aufträge, um den Bedarf an Positionen zu decken und einen effizienteren „Gig-Ansatz“ für die Talentmobilität zu implementieren.

Ergebnisse

Mit der Hilfe von Avature erreichte Delta eine unglaubliche Nutzungsrate von 100 Prozent der interessierten Mitarbeiter und ließ seiner Belegschaft eine außergewöhnliche Unterstützung unter Umständen zukommen, die für alle Beteiligten immens herausfordernd waren. Die Möglichkeit, die Arbeit umzuverteilen und Mitarbeiter umzubesetzen, spielte eine wichtige Rolle dabei, Delta zu helfen, unfreiwillige Beurlaubungen von US-Mitarbeitern zu vermeiden. Darüber hinaus konnten die Mitarbeiter durch die Strategie der Sonderaufträge Beziehungen aufbauen und Kompetenzen unter Beweis stellen und pflegen, die sie in ihrer üblichen Position nicht benötigt hätten.

„Nun haben wir diese Sonderaufträge. Das können ein paar Wochen hier, sechs Monate dort, drei Monate dort sein“, erklärt Jeri Lynn Wilson, TA Operations Leader bei Delta Air Lines. „Durch diese Sonderaufträge, die nicht wirklich ein Stellenwechsel, sondern temporäre Aufgaben auf einem horizontalen Karriereweg sind, lernen die Mitarbeiter ein neues Geschäftssegment kennen und sind letzten Endes später einmal besser qualifiziert, wenn sich vertikale Joboptionen ergeben.“

Was an diesem ganzen Unterfangen am beeindruckendsten war, sind letztlich nicht nur die Ergebnisse, sondern auch die Umstände, unter denen sie erzielt wurden – inmitten einer weltweiten Pandemie. Bei all dem waren die Möglichkeiten von Avature, intuitive Änderungen im laufenden Prozess vorzunehmen, für dieses Programm absolut ausschlaggebend. „Agiles Handeln und eine schnelle Umsetzung sind etwas, was Talentteams von anderen unterscheidet und wirklich dabei hilft, einen Mehrwert für das Unternehmen zu schaffen“, folgert Myria Peek.

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