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5 Wege zur Bewältigung der hohen Mitarbeiterfluktuation im Einzelhandel

Es ist allgemein bekannt, dass die Personalfluktuation zu den größten Problembereichen des Recruitings im Einzelhandel zählt. Das Finden und Einstellen von Saisonkräften sowie die Komplexität der Schichtsysteme kommen erschwerend hinzu. Manche Filialleiter müssen in Spitzenzeiten ihre Belegschaft praktisch verdoppeln.

Wie bereits in einem früheren Blogbeitrag erläutert, kann die richtige Technologie Filialgeschäftsführer, die mit Problemen bei der Personalbeschaffung konfrontiert sind, deutlich entlasten. Eine auf den Einzelhandel zugeschnitte Recruiting-Lösung, die auf mobiles Recruiting, auf Recruiting über soziale Netzwerke sowie auf intelligente Automatisierung setzt, sorgt das ganze Jahr hindurch für ein effizienteres Sourcing von Talenten und mindert so die durch eine hohe Personalfluktuation entstehende Belastung.

Doch gibt es noch weitere Möglichkeiten, das Fluktuationsproblem zu bekämpfen, das für die Branche typisch scheint? Im Folgenden beschreiben wir 5 wirksame Wege, um die Rate, mit der Mitarbeiter ihr Unternehmen verlassen, zu senken.

Verhaltensbeurteilungen

Um sicherzustellen, dass kompetente Bewerber nicht von vornherein abgeschreckt werden, sollte der Bewerbungsprozess möglichst nicht zeitaufwändig sein. Viele Filialleiter beschränken daher die Schritte, die Kandidaten im Rahmen einer Bewerbung durchlaufen müssen, auf das Nötigste. Der Vorschlag, die Bewerbung um Verhaltensbeurteilungen zu ergänzen, mag insofern zunächst widersprüchlich klingen. Von Bewerbern zusätzliche Antworten zu verlangen, ist doch sicherlich kontraproduktiv?

Wir sprechen hier jedoch nicht von einem umfangreichen Fragenkatalog, sondern von wenigen einfachen Fragen. So könnten Sie sich zum Beispiel erkundigen, wie Bewerber ein konkretes kundenbezogenes Problem lösen würden. Aus den Antworten lassen sich Rückschlüsse auf den Charakter ziehen, was dabei helfen kann, diejenigen Kandidaten auszuwählen, die am besten zu Ihrer Unternehmenskultur passen. Darüber hinaus kann man mithilfe derartiger Beurteilungen diejenigen Personen herausfiltern, die am wenigsten an der Stelle interessiert sind. Jemand, der sich noch nicht einmal die Mühe macht, einige einfache Fragen zu beantworten, wird sicherlich nicht lange im Job durchhalten!

Mithilfe einer Plattform wie der von Avature können Antworten auf entsprechende Fragen anhand vorab definierter Kriterien gewichtet werden. Die Daten müssen daher nicht manuell analysiert werden – die Technologie übersetzt die Antworten automatisch in eine entsprechende Punktzahl. Mithilfe dieser Punktzahl können die einzelnen Bewerber verglichen und in eine Rangfolge gebracht werden, was Ihre Einzelhandels-Recruiting-Strategie ideal unterstützt.

Videointerviews

Haben Sie schon einmal über Videointerviews nachgedacht? Ein Videointerview ist eine sehr effektive Möglichkeit, um festzustellen, ob ein Kandidat die Eigenschaften mitbringt, auf die Sie wert legen. Und es ist auch nicht unbedingt so kompliziert oder abschreckend, wie es zunächst klingen mag.

Zwar mögen sich manche unbehaglich damit fühlen und sich weigern, einen solchen Bewerbungsschritt durchzuführen. Doch viele der Digital Natives von heute haben vermutlich kein Problem damit, sich selbst per Video aufzunehmen, insbesondere, wenn Sie diesen Schritt so einfach wie möglich gestalten, beispielsweise mithilfe einer technischen Lösung wie HireVue, einem Partner von Avature. Tatsächlich kann ein solch moderner Ansatz, bei dem Bewerber aktiv einbezogen werden, auf diese umso attraktiver wirken. Beispielsweise könnten Sie Kandidaten bitten, ein zweiminütiges Video einzureichen, in dem sie erklären, was ihnen an Ihrer Marke gefällt oder wie sie einen bestimmten Artikel verkaufen würden.

Bewerber, die den zusätzlichen Aufwand scheuen, der mit einem Videointerview einhergeht, fallen so automatisch heraus. Ihnen scheint ohnehin nicht viel an der Bewerbung gelegen zu sein, was darauf schließen lässt, dass sie auch im Job wenig Durchhaltevermögen an den Tag legen. Videointerviews können Filialleitern somit dabei helfen, die leistungsfähigsten, motiviertesten Bewerber zu finden, was dazu beitragen kann, die personelle Fluktuation im Einzelhandel zu senken.

Zudem bieten sie eine flexible Möglichkeit zum Prüfen von Kandidaten zu einem Zeitpunkt, an dem es wirklich passt. Falls dieses Vorgehen sich für Ihr Unternehmen bewährt, könnten Videointerviews möglicherweise sogar persönliche Bewerbungsgespräche ersetzen – ein erheblicher Zeitgewinn für Filialleiter, die sich dadurch anderen dringenden Aufgaben widmen könnten.

Empfehlungen

Mitarbeiterempfehlungsprogramme gelten als hervorragende Quelle für zuverlässige Bewerber, die gut in Ihr Unternehmen passen würden. Ist ein leistungsstarker Mitarbeiter bereit, einen Bekannten weiterzuempfehlen, wird der empfohlene Kandidat mit hoher Wahrscheinlichkeit ähnliche Werte teilen. Ein solches Programm kann Ihre Einzelhandels-Recruiting-Strategie stark voranbringen. Entscheidend für den Erfolg einer solchen Maßnahme ist, das Vorschlagen von Bewerbern so einfach wie möglich zu machen. Idealerweise sollte dies direkt in der Filiale möglich sein.

So könnten Sie beispielsweise einen Nachrichtendienst für automatische Antworten einrichten. Mitarbeiter können dann einfach ein Wort wie etwa „Empfehlung“ per SMS an eine Kurzwahl schicken. Als Antwort erhalten sie den Link zu Ihrem Empfehlungsportal, wo sie nähere Angaben zu ihrem Bekannten machen können. Weitere Informationen zur Avature-Lösung Refer (Mitarbeiterempfehlung) finden Sie .

Besondere Mitarbeitervergünstigungen bieten

 Ähnlich wie Empfehlungen sind auch Mitarbeitervergünstigungen, die bei den Beschäftigten wirklich ankommen, eine tolle Möglichkeit, um die Unternehmenstreue zu stärken und die Fluktuation zu senken. Konzentrieren Sie sich auf Dinge, die gut zu Ihrer Unternehmenskultur passen. Sind Sie beispielsweise eine Fitness- oder Wellness-Marke, könnten Sie Ihren Angestellten Schlafsessel, kostenlose Behandlungen oder Yoga- und Fitnessstunden anbieten.

Entscheidend ist hier, kreativ zu sein, besonders falls das Budget oder Unternehmensrichtlinien Beschränkungen vorgeben. Doch derartige Maßnahmen zahlen sich aus, denn sie sorgen dafür, dass Ihr Einzelhandels-Recruiting-Modell weniger stark von der personellen Fluktuation betroffen sein wird. Den eigenen Mitarbeitern etwas bieten zu können, was sie wirklich zu schätzen wissen, ist eine hervorragende Möglichkeit, sie an sich zu binden. Außerdem kann es die Treue zu Ihnen als Arbeitgeber stärken und die Fluktuation senken.

Talentpipelines aufbauen

Die oben genannten Tipps können Sie dabei unterstützen, das Problem der Mitarbeiterfluktuation offensiv anzugehen. Falls Sie dennoch Abgänge zu verzeichnen haben, helfen Talentpools dabei, die negativen Auswirkungen auf Ihr Unternehmen abzufedern. Auch für die Einstellung saisonaler Arbeitskräfte sind Talentpools eine sinnvolle, weil effektive Maßnahme. Stehen geeignete Bewerber direkt zur Verfügung, kann die Zeit bis zur Besetzung offener Stellen deutlich gesenkt werden, was sich wiederum direkt auf den Gewinn und das Kundenerlebnis auswirken kann.

Ein wichtiger Erfolgsfaktor ist die Investition in eine Technologie, mit deren Hilfe Filialleiter mit interessierten Kandidaten effizient in Kontakt bleiben können. E-Mail-Kampagnen mit Unternehmensnachrichten und regionsspezifischen Job-Benachrichtigungen können dafür sorgen, dass ihr Interesse dauerhaft geweckt bleibt. Besonders für vielbeschäftigte Filialgeschäftsführer mag es zunächst mühsam erscheinen, derartige Kampagnen zu entwickeln und zu steuern. Doch mittels innovativer Tools können viele Abläufe automatisiert werden.

Der heutige Arbeitsmarkt ist hart umkämpft, und Filialleiter werden auch in Zukunft unter hohem Druck stehen, den Personalbedarf im Einzelhandel zu decken. Durch die Anwendung etlicher der oben genannten Methoden können Sie jedoch dafür sorgen, dass Ihr Unternehmen von der Mitarbeiterfluktuation deutlich weniger betroffen ist.

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