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Wie die digitale Transformation die HR im öffentlichen Dienst vorantreibt

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Im Wettbewerb um Talente stand noch nie so viel auf dem Spiel wie heute. Während private Unternehmen ihre Büros mit Snacks und Rutschbahnen ausstatten und Firmenmahlzeiten sowie Homeoffice-Modelle anbieten, stellt der öffentliche Sektor fest, dass er ins Hintertreffen gerät … und zwar sehr schnell.

„In der Tech-Branche ist das Recruitment sehr wettbewerbsintensiv. Es gibt große Marken wie Facebook und Google, und es gibt junge Menschen, die denken, dass der Staat vielleicht nicht der richtige Arbeitgeber für sie ist. Der öffentliche Sektor muss das Ruder herumreißen.“

– Dimitri Boylan, CEO und Gründer von Avature.

Doch geht es nicht nur um flexible Arbeitsmodelle und Merchandise des Unternehmens. Der Privatsektor hat sich auch technologisch weiterentwickelt. Angetrieben von den sich ständig weiterentwickelnden Anforderungen nutzen Unternehmen Hard- und Software, um Zeit zu sparen und mit der hektischen Welt, in der wir leben, Schritt zu halten und gleichzeitig neue Talente für sich zu gewinnen.

Bei einer kürzlich von FedScoop organisierten Veranstaltung setzte sich Billy Mitchell, VP of Content & Community und Editor-in-Chief bei FedScoop, mit unserem CEO und Gründer, Dimitri Boylan, zusammen. Während des gesamten Gesprächs wurde die Technologie als notwendiger Verbündeter hervorgehoben, der es dem öffentlichen Dienst ermöglichen wird, seine Prozesse und Konzepte zu modernisieren und mit dem privaten Sektor um Talente zu konkurrieren.

Angesichts dieser dringenden Notwendigkeit, den öffentlichen Dienst im Kampf um Talente auf die nächste Stufe zu bringen, besteht der erste Schritt in der digitalen Transformation. Wir haben einen Leitfaden zusammengestellt, der aufzeigt, was dies bedeutet und dass ein Zurück nicht mehr möglich ist.

Die digitale Transformation des öffentlichen Dienstes in Angriff nehmen

Die digitale Transformation ist mehr als nur die Anwendung von Technologie auf alte Arbeitsweisen: Sie beinhaltet die Umgestaltung ganzer Prozesse und die Modernisierung der Belegschaft sowie die Schaffung von Agilität als oberste Priorität für ein dringend benötigtes flexibles Arbeitskonzept („Ready for Anything“). Dies kann die Umstellung von papiergestützten Verfahren auf digitale oder Online-Verfahren oder die Aktualisierung der Infrastruktur von Altsystemen beinhalten.

Bei der Umsetzung von Strategien zur digitalen Transformation müssen neue Technologien Hand in Hand mit Daten und technikversierten Talenten gehen. Daten sind die Grundlage für Entscheidungen wie die Zuweisung von Ressourcen und die Schaffung spezifischer Programme, wobei insbesondere der öffentliche Dienst große Datenmengen verarbeitet.

Ein Konzept, das der öffentliche Dienst verfolgen kann, besteht darin, einen Teil des vorhandenen Personals weiterzubilden und Lern- und Entwicklungsprogramme zu implementieren, die das Verständnis für neue Technologien und Prozesse sowie für den Umgang mit den täglich anfallenden Datenmengen fördern.

Der öffentliche Dienst muss aber auch nach neuen Profilen wie Data Scientists, Datenanalysten und Cybersicherheitsexperten Ausschau halten. Diese Profile sind auch für den privaten Sektor von großem Interesse, sodass der öffentliche Sektor erfolgreich um Talente konkurrieren muss.

Für einen Sektor, der nicht immer in der Lage war, rasch zu agieren, ist die Skalierung eine großartige Möglichkeit für den öffentlichen Dienst, die digitale Transformation in Angriff zu nehmen und agile Lösungen zu integrieren. Denken Sie daran: Das bedeutet nicht, dass man eine einzige große Implementierung oder einen einzigen Plan erstellen muss.

Die Skalierung kann auf einer kleineren Ebene erfolgen, indem erfolgreiche Konzepte in mehreren Abteilungen wiederholt werden, sobald sie sich bewährt haben. Die schrittweise Umsetzung von Änderungen in einzelnen Bereichen kann dazu beitragen, dass die digitale Transformation leichter vonstattengeht und sich Ihre Mitarbeiter nicht überfordert fühlen.

Von der Wirtschaft lernen

Bei der Bewältigung des Wandels, der mit der digitalen Transformation einhergeht, könnte sich der öffentliche Dienst den Wirtschaftssektor selbst zum Beispiel nehmen, um von den Erfahrungen privater Unternehmen, ihren Erfolgen und Misserfolgen zu lernen. Eines dieser Elemente ist die Anpassungsfähigkeit.

Für viele große Unternehmen bedeutet diese Fähigkeit einen ständigen Prozess der Anpassung an neue Technologien und Strategien, des ständigen Lernens und der Weiterbildung ihrer Mitarbeiter, um mit der vorhandenen Technologie Schritt halten zu können.

„Ihre Transformation dauert mehrere Jahre. (…) Ich denke also, der öffentliche Dienst muss einsehen, dass es einige Jahre dauern wird, bis er mit der wirtschaftlichen Vorhut gleichziehen kann.“

– Dimitri Boylan, CEO und Gründer von Avature.

Doch braucht dies Zeit und ein Verständnis für den Markt, das für jede digitale Transformationsstrategie unerlässlich ist. Dimitri Boylan hob hervor, dass der öffentliche Dienst flexibler sein und sich an einen dynamischen Markt anpassen muss, der seine eigenen Veränderungen mit sich bringt. Dies bedeutet, dass verschiedene Märkte unterschiedliche Strategien erfordern, und die Implementierung eines Systems, das flexibel genug ist, um alle diese Strategien umzusetzen, für den öffentlichen Sektor von großem Nutzen sein kann.

„Es gibt einige neue Dinge, die der öffentliche Dienst lernen muss, die auch für die großen Unternehmen neu waren.“

– Dimitri Boylan, CEO und Gründer von Avature

Kommerzielle Systeme sind die optimale Lösung im Wettbewerb um Talente. Für den öffentlichen Dienst mag es eine anstrengende Aufgabe sein, sich im Wettbewerb um Talente neu zu erfinden. Der Einstieg mit einem kommerziellen System, das für einen bestimmten Zweck entwickelt wurde, ist daher ein „nicht so furchterregender“ Schritt nach vorn. Entscheidend ist, ein System zu wählen, das für den öffentlichen Sektor flexibel genug ist, und das auf seine spezifischen Aufgaben und Ziele abgestimmt und zugeschnitten werden kann.

„Auch große multinationale Unternehmen sind kompliziert. Sie wären überrascht, wie kompliziert sie sind. Ich glaube nicht, dass das ein Grund ist, sich vom Unternehmenssektor fernzuhalten. Es gibt kommerzielle Systeme, die flexibel sind und auf die Anforderungen des Staates abgestimmt werden können, und ich denke, dass der öffentliche Sektor im Moment ein Gefühl der Dringlichkeit verspürt, das diesen Ansatz notwendig macht.“

– Dimitri Boylan, CEO und Gründer von Avature

Die KI-Komponente

Auf die Frage nach künstlicher Intelligenzerklärte Dimitri Boylan, dass niemand wirklich weiß, wie weit sie uns bringen wird. Mit dem Wissen, dass künstliche Intelligenz bestimmte Dinge sehr gut kann, z. B. die großmaßstäbliche Analyse umfangreicher Daten und die Unterbreitung von Vorschlägen, besteht für ihn die Herausforderung darin, zu verstehen, wo diese leistungsstarken Anwendungsfälle in die jeweilige Strategien passen, um das gewünschte Geschäftsergebnis zu erzielen. Er erläuterte außerdem, wie der private und der öffentliche Sektor im Vergleich dastehen, wenn es darum geht, KI in ihre Strategien zur digitalen Transformation zu implementieren:

„Momentan setzt kommerzielle Software KI innerhalb der vorhandenen Frameworks noch nicht wirklich erfolgreich ein. In diesem Bereich wird der öffentliche Dienst also im Grunde gleichauf mit dem Unternehmenssektor sein. Der öffentliche Dienst ist nicht im Rückstand, weil der Wirtschaftssektor hier selbst noch am Anfang steht. Das ist eine gute Nachricht. Wer wird es richtig hinbekommen? Das ist schwer zu sagen.“

– Dimitri Boylan, CEO und Gründer von Avature

Was die Automatisierung betrifft, so scheinen sich alle einig zu sein, dass der Weg in die Zukunft viel klarer ist. Da der öffentliche Dienst sowohl Kosten als auch Zeit einsparen möchte, könnten bestimmte manuelle oder papiergestützte Aufgaben mithilfe einfacher Digitalisierung und automatisierter Workflows leicht gelöst werden.

Fazit

Wenn es darum geht, um etwas zu konkurrieren, sei es beim Sport oder, im Falle des öffentlichen Dienstes, um ein Talent, gibt es immer zahlreiche Faktoren, die verbessert werden können und aus denen man nach dem Prinzip von Versuch und Irrtum lernen kann. Wenn der Staat die Talente gewinnen will, die er für die Verwirklichung seiner Ziele für die Zukunft benötigt, muss er unbedingt damit beginnen, eine Strategie für die digitale Transformation umzusetzen.

Das vergangene Jahr hat uns gezeigt, dass der öffentliche Dienst in der Lage ist, sich bei Bedarf flexibel und schnell anzupassen. Die digitale Transformation bahnt sich durch die Gespräche der öffentlichen Einrichtungen bereits ihren Weg, und es besteht ein Konsens darüber, dass es kein Zurück mehr gibt. Es geht darum, die digitale Transformation anzunehmen, einen Schritt in Richtung Zukunft nach dem anderen zu machen.

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