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Sie ist nicht immer künstlich: die Wahrheit über KI

Geschrieben Von
Augusto Fretes
Content Producer

Wie dieser von Ihnen eingesetzte „Chatbot“ Daten an unbefugte Personen weitergeben könnte

Die Worte „künstliche Intelligenz“ sind heute allgegenwärtig. Allerdings gibt es eine zunehmende Zahl von angeblichen KI-Startups, die in Wirklichkeit sehr wenig mit der Technologie zu tun haben. Von MMC Ventures durchgeführte Untersuchungen fanden bei 40 Prozent der europäischen sogenannten „KI“-Startups keinerlei Belege für künstliche Intelligenz. Und die überwiegende Mehrheit – 9 von 10 – ist auf dem Business-Markt tätig.

Überdies ergänzen sogar Unternehmen, die tatsächlich KI-Lösungen entwickeln, diese oft durch externe Mitarbeiter. Mitarbeiter, die immer dann einspringen, wenn die Maschine eine Aufgabe nicht selbstständig erledigen kann.

Es ist nichts Falsches daran, menschliche und künstliche Intelligenz zu kombinieren, um ein hervorragendes Produkt zu schaffen. Genau das ist zu einem großen Teil die Zukunft der Arbeit. Das Problem entsteht dann, wenn Unternehmen nicht ehrlich sind. Wie der Guardian in einem kürzlich erschienenen investigativen Bericht enthüllte, machen sich viele nicht einmal die Mühe, die Menschen zu überprüfen, die Ihre Daten einsehen werden. Stattdessen verlassen sie sich auf Arbeitskräfte von externen Dienstleistern wie Amazons Mechanical Turk.

Und so funktioniert das: Wenn ihre KI-Programme ein Problem nicht verstehen oder lösen können, wird diese Aufgabe an einen externen Dienst geschickt. An einen Dienst, bei dem ein Heer von Auftragnehmern darum wetteifert, den Auftrag schnellstmöglich und für wenige Cent zu erledigen. Keinerlei Überprüfung. Jeder kann überall in nur wenigen Minuten dabei sein, was für manche Aufgaben großartig und für andere inakzeptabel ist.

Nicht alle Informationen sind gleich. Unternehmen brauchen die Kontrolle darüber, wer was einsehen darf. Die mangelnde Transparenz schränkt Ihre Möglichkeiten ein, die Daten Ihrer Kunden und Mitarbeiter zu schützen, und führt häufig dazu, dass sensible Informationen ohne Ihr ausdrückliches Wissen oder Ihre Zustimmung an Dritte weitergegeben werden.

Im HR-Bereich ist das eine große Sache. Lebensläufe enthalten personenbezogene Informationen; daher fällt ihre Behandlung unter den Schutz der DSGVO und anderer Datenschutzbestimmungen weltweit. Wie können Sie garantieren, dass die personenbezogenen Daten Ihrer Kandidaten geschützt werden, wenn bei sogenannten KI-Lösungen Daten an völlig Fremde in ihren Wohnzimmern weitergegeben werden?

Dies ist kein Argument gegen KI, sondern ein Argument dafür, Ihre Anbieter besser kennenzulernen und sicherzustellen, dass Sie darauf vertrauen können, dass sie keine Informationen ohne Ihr Wissen oder Ihre Zustimmung an Dritte weitergeben.

Wir bei Avature sind stolz darauf, dass unsere Kunden die volle Kontrolle darüber haben, welche Informationen wo und wann offengelegt werden. Kunden haben die Möglichkeit, Dritten nach Belieben Zugang zu gewähren und diesen zu widerrufen sowie mit erstaunlicher Präzision festzulegen, was sie wie lange sehen können. Dadurch sind sie in der Lage, alle gegenwärtigen und zukünftigen Datenschutzvorschriften einzuhalten – dank flexibler Anpassungsmöglichkeiten für ihre Systeme beim Umgang mit den Daten.

Unsere Herangehensweise an die KI unterscheidet sich zudem von dem in der Branche verbreiteten Black-Box-Ansatz. Wir stehen für Transparenz; deshalb müssen wir unsere KI-Tools intern entwickeln. Von Beginn an entwerfen wir diese so, dass unsere Kunden alle benötigten Informationen erhalten, um genau zu verstehen, was das System tut. Stellen Sie sich vor, ein Recruiter sucht nach einer bestimmten Position. Avature Semantic Search erweitert seine Suchanfrage mit Begriffen, von denen er weiß, dass sie miteinander in Beziehung stehen. Jeder einzelne Begriff wird dabei angezeigt und kann vom Benutzer ein- und ausgeschaltet werden.

DSGVO, Sicherheit und Datenschutz sind ein immer wichtigerer Faktor für die Branche. Es kommt deshalb immer mehr darauf an, nicht nur auf die reinen Funktionen zu achten, sondern sorgfältig zu prüfen, von wem Sie Ihre Technologie kaufen. Hierfür müssen Sie die Grundwerte Ihres Anbieters, seine Entwicklungsgrundsätze und seine strategische Ausrichtung kennen.

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