Blog & News

7 Tricks, um die Personalbeschaffung im chinesischen Einzelhandel zu beschleunigen

Geschrieben Von
Clare Bourke
Senior Content Writer

Der chinesische Einzelhandelsmarkt boomt! Im ersten Quartal 2018 stieg der Gesamtabsatz von Konsumgütern im Vergleich zum Vorjahr um 9,8 %[1]. China hat die USA als größter Einzelhandelsmarkt der Welt überholt – gute Nachrichten für chinesische Einzelhändler. Von Luxusmarken wie Prada bis hin zu günstigen Ketten wie H&M expandieren Einzelhandelsgeschäfte landesweit in rasantem Tempo, um die Nachfrage zu decken und Millionen von Neukunden zu erreichen.

Dieses dynamische Marktumfeld sorgt zwar für hohe Umsätze, allerdings bringt das exponentielle Wachstum auch erhebliche neue Herausforderungen für all jene mit sich, die für die Personalbeschaffung im chinesischen Einzelhandel zuständig sind. Angesichts des riesigen Potenzials an Arbeitskräften könnte man intuitiv meinen, dass die Mitarbeitersuche relativ unproblematisch sein sollte. Allerdings nimmt die Zahl an Menschen, die ins Berufsleben eintreten, aktuell ab. Damit wird es zunehmend schwerer, arbeitsintensive Stellen zu besetzen. Auf dem volatilen, kandidatenorientierten chinesischen Markt ist die Personalbeschaffung für den Einzelhandel eine schwierige Aufgabe.

Ein weiterer Belastungsfaktor, mit dem Recruiter zu kämpfen haben, ist, abhängig vom Standort der Filialen, der ständig steigende Mindestlohn. Aufgrund des Booms im Einzelhandelssektor können sich Bewerber ihre Stelle nach dem Gehalt auszusuchen und unkompliziert von einem Unternehmen zum nächsten wechseln.

Angesichts hoher Fluktuationsraten und dem Konkurrenzkampf beim Finden und Einstellen der richtigen Verkaufsmitarbeiter, die für den Erfolg des Unternehmens sorgen, werden wir im Folgenden 7 Tricks vorstellen, um offene Stellen im Verkauf schneller zu besetzen.

1. WeChat nutzen, um starke Bewerber-Leads zu generieren

WeChat ist – zumindest aus E-Commerce- und Branding-Perspektive – ein mächtiges Instrument. Viele Einzelhändler nutzen WeChat als effektiven Kommunikationskanal für „Mitglieder“, wobei authentische Markeninhalte, WeChat-Gutscheine zur Einbindung der Fangemeinde und vieles mehr zum Einsatz kommen. Für das Recruiting im Einzelhandel gilt: Kunden und Follower könnten gleichzeitig potenzielle Kandidaten sein.

Etliche Marken nutzen WeChat bereits als Recruiting-Tool. Doch nur die wenigsten setzen dabei auf echte eigene Inhalte, die ihre Arbeitgebermarke optimal präsentieren. Auf einem gesättigten Markt kann dies zum Problem werden. Will man diesen Kanal im Rahmen seiner Einzelhandels-Recruiting-Strategie bestmöglich nutzen, muss man sich von der Konkurrenz abheben und das Arbeitgeberversprechen des Unternehmens klar betonen.

  • Konzentrieren Sie sich auf die Ausarbeitung von Themen, die bei der Bewerberzielgruppe gut ankommen
  • Setzen Sie die Inhalte optisch ansprechend in Szene
  • Kopieren Sie keine GIFs und Memes, die alle verwenden
  • Formulieren Sie eine klare und überzeugende Handlungsaufforderung
  • Sorgen Sie für maximale Reichweite, indem Sie Anreize dafür schaffen, dass Ihre Kollegen die Inhalte weiterverbreiten.

Das Avature-System ermöglicht die Integration von WeChat. Somit können Sie Bewerbern die Möglichkeit bieten, sich mit ihrem WeChat-Profil auf Stellen zu bewerben.

2. Sorgen Sie für reibungslose Bewerbungsprozesse

Hier in China wird Komfort im Einzelhandel großgeschrieben. Haben Sie als Unternehmen alles richtig gemacht, haben sich Ihre Kunden an eine reibungslose Abwicklung des Kaufvorgangs gewöhnt und sehen in Ihrer Marke einen Partner, der sie im Alltag unterstützt. Die Übernahme der Supermarktkette Hema durch Alibaba ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie die Grenzen zwischen Online- und Offline-Handel immer mehr verschwimmen.

Vor diesem Hintergrund ist es essenziell, den Bewerbungsprozess so reibungslos wie möglich zu gestalten, um offene Stellen im Einzelhandel möglichst rasch mit kompetenten Mitarbeitern zu besetzen. Kandidaten verbinden mit Ihrer Marke ein unkompliziertes Nutzererlebnis. Machen sie während der Bewerbung andere Erfahrungen, kann dies abschreckend wirken. Nutzen Sie die Vorteile der Personalisierung, um das Bewerbungsverfahren genau auf den Wohnort des Kandidaten oder die Stelle, auf die sie sich bewerben, abzustimmen.

3. Bauen Sie Talentpools auf, um Stellen rasch zu besetzen

Bei der Besetzung der allermeisten Nicht-Führungspositionen greifen Ihre Filialleiter vermutlich bereits auf Personaldienstleister zurück. Häufig jedoch sind Talentgewinnungsteams gezwungen, innerhalb sehr kurzer Zeit leitende Mitarbeiter zu finden und einzustellen. Dies ist eine schwierige Aufgabe, die allerdings nicht zu vermeiden ist, da sämtliche Einzelhandelsunternehmen derzeit rasant expandieren. Was kann man nun tun, um einen solchen Personalbedarf rasch zu decken?

In Technologien zu investieren, die den Aufbau von Talent-Pipelines und Talentpools erleichtern, ist eine hervorragende Möglichkeit, um den Wettbewerb um qualifizierte Talente zu gewinnen. Ein Recruiter, der unkompliziert auf vorausgewählte Personen zugreifen kann, ist viel eher in der Lage, auch unter Zeitdruck mehrere Positionen gleichzeitig zu besetzen. Auch funktioniert eine solche Lösung wesentlich effizienter als die Excel-Tabellen, die in dezentralen Recruiting-Modellen zum Einsatz kommen.

Mit einer speziell für den Einzelhandel entwickelten Plattform wie etwa Avature In-Store können Sie potenzielle Kandidaten finden und mit Ihnen in Kontakt bleiben, noch bevor eine konkrete Stelle frei wird. Beispielsweise können Sie automatisierte E-Mail-Kampagnen einrichten und darin über aktuelle Unternehmensneuigkeiten oder Branchentrends berichten. Sobald eine Stelle ausgeschrieben wird, können Sie passende Bewerber in Ihrer Talent-Pipeline kontaktieren, anstatt mit der Suche bei Null zu beginnen.

4. Erleichtern Sie die interne Mobilität, um Fluktuationen standortübergreifend zu bewältigen

Vermutlich setzen Sie bereits auf interne Mobilität, um offene Stellen zu besetzen, wenn eine neue Filiale in China eröffnet werden soll. Einen bereits eingearbeiteten Filialleiter an einen brandneuen Standort zu versetzen, minimiert das geschäftliche Risiko. Denn die betreffende Person kennt bereits Ihre Abläufe und Ihre Marke; man kann daher darauf vertrauen, dass sie sie auch in der neuen Filiale entsprechend umsetzen wird.

Ist bereits klar, wann und wo neue Ladengeschäfte eröffnet werden sollen, kann die Einführung eines internen Mobilitätsprogramms sinnvoll sein. So können Sie Top-Führungskräften die Möglichkeit bieten, auf strukturierte Weise innerhalb des Unternehmens zu wechseln, was bei der organisatorischen Planung hilfreich sein kann. Auch kann ein solches Programm zu einer höheren Mitarbeiterbindung beitragen und die Fluktuation senken. Nicht zuletzt ist die interne Mobilität ein Mittel, um Beschäftigten Aufstiegsmöglichkeiten und neue Herausforderungen zu bieten.

5. Passen Sie sich an die Gegebenheiten des jeweiligen Standorts an

Bei der Umsetzung einer optimierten Recruiting-Lösung im gesamten Unternehmen sollte unbedingt berücksichtigt werden, dass sich die Gepflogenheiten und Prozesse an einzelnen Standorten häufig unterscheiden. Marketing- und Vertriebsteams achten in der Regel intuitiv darauf, doch beim Recruiting wird dieser Aspekt häufig übersehen.

Einzelhändler in China setzen üblicherweise lokalisierte Markteinführungsstrategien auf der Ebene einzelner Städte oder Ballungsräume um[2]. Diese praktische Herangehensweise ermöglicht es ihnen, die Ressourcen genauer auf die tatsächliche Bevölkerungsgröße und das Wohlstandsniveau abzustimmen. Folglich sind in sogenannten Tier-One-Städten in der Regel größere, Flagship-Store-ähnliche Geschäfte angesiedelt. Natürlich sind Unternehmen abhängig vom jeweiligen Standort mit unterschiedlichen Herausforderungen beim Recruiting konfrontiert.

Vorausdenkende Talentgewinnungsteams sollten daher darauf achten, Prozesse an lokale Gegebenheiten anzupassen, um potenzielle Kandidaten gezielter ansprechen zu können. Um dabei möglichst effizient und kostengünstig vorzugehen, sollte in eine zentrale Technologie investiert werden, die entsprechend konfiguriert werden kann, um den Recruiting-Anforderungen der einzelnen Standorte gerecht zu werden.

6. Technologien nutzen, um Toptalente zu finden

Neben Talentpools können auch Stellenbörsen-Apps dabei behilflich sein, offene Positionen schnell zu besetzen, wenn eine neue Filiale eröffnet werden soll. Ein Beispiel hierfür ist Boss Zhipin, das Stellensuchende und Recruiter ausgehend von ihren Präferenzen und Verhaltensweisen mittels fortschrittlicher Datentechnik effizient zusammenbringt. Die App ermöglicht es, direkt mit potenziellen Kandidaten via Sofortnachricht zu chatten. Der Algorithmus prägt sich das Nutzerverhalten ein und wird dadurch permanent verbessert.

Die Nutzung von QR-Codes ist in China weit verbreitet. Selbstverständlich können diese auch verwendet werden, um Bewerber, die sich direkt im Geschäft vorstellen, effizient zu erfassen.

7. RPO-Unternehmen möglichst effizient steuern

Wie bereits erwähnt, sind Sie bei der Einstellung geeigneter Nachwuchskräfte vermutlich stark auf Personaldienstleister angewiesen. Da zahlreiche Einzelhändler eine aggressive Expansionsstrategie verfolgen, erhalten Filialleiter Hunderte von E-Mails von RPO-Unternehmen mit Kandidaten, die geprüft werden müssen.

Das ist normalerweise ein zeitraubender, ineffizienter Prozess, bei dem Lebensläufe manuell analysiert und aus Lebensläufen hochgeladen werden müssen. Mithilfe einer Lösung für das Management von Personaldienstleistern wie etwa der von Avature können Filialleiter Bewerber auf einen Blick zentral vergleichen. Dies beschleunigt den Recruiting-Prozess erheblich und spart Zeit, die besser dem eigentlichen Geschäft gewidmet werden sollte.

Die aktuellen Trends weisen darauf hin, dass das Recruiting im Einzelhandel auch in Zukunft eine Herausforderung für Talentgewinnungsexperten bleiben wird. Mithilfe der in diesem Artikel erwähnten Tipps sind Ihre Recruiter jedoch bestens aufgestellt, um offene Stellen in Einzelhandelsfilialen rasch zu besetzen.

[1] http://www.stats.gov.cn/english/PressRelease/201804/t20180419_1594992.html

[2]Die China Development Research Foundation hat 12 städtische Schlüssel-Cluster ermittelt, auf die zusammen circa 80 % des chinesischen BIP entfallen.

Aktie

Aktie