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Bessere Mitarbeiterbindung durch Nutzung des menschlichen Faktors

Geschrieben Von
Emily Friedrichs
Associate Editor

Ihre Mitarbeiter sind mehr als Ihre Belegschaft – sie sind Ihr Wettbewerbsvorteil und ein Schlüsselfaktor für die Unternehmensinnovation. Diese These wird durch zahlreiche Studien erhärtet. Laut einer kürzlich von Gallup durchgeführten Meta-Analyse verzeichneten emotional hoch gebundene Teams im Schnitt um 21 % höhere Profite. Um die Innovation zu fördern und Disruption zu vermeiden, müssen Firmen Investitionen tätigen, um die Mitarbeiterbindung zu fördern.

In der Vergangenheit ermittelten Unternehmen die Effektivität ihrer Mitarbeiterbindungskonzepte anhand von Umfragen. Diese sind jedoch nicht geeignet, um den 360-Grad-Dialog zu erfassen, der stets mehrere Akteure und Parteien umfasst. Ältere HR-Technologien waren traditionell nicht in der Lage, die Mitarbeiterbindung zu messen, da Menschen darin als reine Zahlen aufgefasst wurden, ohne ihre Gefühle und Emotionen zu berücksichtigen. Wie Dimitri Boylan, der Gründer und CEO von Avature, vor kurzem in einem Interview mit dem Londoner Magazin Business Reporter erläuterte, sei es extrem schwierig, mit den falschen Tools die richtigen Ergebnisse zu erhalten. Mitarbeiter müssten als Menschen – nicht als Wirtschaftsgut – begriffen und geführt werden. Aufgrund dieser Notwendigkeit sind soziale HCM-Software-Lösungen entstanden, die dazu beitragen können, Mitarbeiter am Arbeitsplatz emotional einzubinden.

Emotionale Einbindung am Arbeitsplatz und soziale HR-Technologie

Im Zuge der industriellen Revolution folgten unternehmerische Organisationsmodelle stets dem Ideal der Automatisierung. Arbeitnehmer waren gezwungen, sich der betrieblichen Struktur eines Unternehmens anzupassen.

Dieser gedankliche Ansatz, Menschen auf bloße Arbeiter zu reduzieren und ihre Aktivitäten nur im Hinblick auf die Unternehmenstätigkeit wahrzunehmen, weist grundlegende Schwächen auf und verhindert die Wettbewerbsfähigkeit. Systeme, die nicht berücksichtigen, wie Menschen auf sozialer Ebene interagieren, haben im modernen Personalwesen ausgedient.“

-Dimitri Boylan, CEO und Gründer, Avature

Wer in ein Arbeitsmodell gepresst wird, das nicht berücksichtigt, wie er oder sie als Mensch überhaupt tickt, wird niemals zur Hochform auflaufen. Führende Unternehmen haben erkannt, dass das Modell der Automatisierung kein Nährboden für Innovation sein kann, und haben deshalb begonnen, neue betriebliche Strukturen zu entwickeln. Diese innovationsfördernden Modelle sind inklusiv, fördern die Diversität und ermöglichen es Mitarbeitern, sie selbst zu bleiben, um auf diese Weise Höchstleistungen zu erzielen. Mitarbeiter müssen ganz sie selbst sein können, um am Arbeitsplatz über sich hinauswachsen zu können.

Innovationen und Höchstleistungen sind ausschließlich von emotional hoch gebundenen Mitarbeitern zu erwarten. Dies zu erreichen, mag zwar keine leichte Aufgabe sein, doch es ist die Zukunft der Personalarbeit. HR-Teams stehen zunehmend vor der Herausforderung, Kooperation und Vernetzung zu ermöglichen und die Voraussetzungen für die Motivation und Kreativität der Mitarbeiter zu schaffen. Doch hierfür brauchen sie entsprechende Tools, um die Belegschaft wirklich kennenzulernen und nachzuvollziehen, was sie antreibt. Nur so kann die emotionale Bindung gestärkt werden, die Unternehmen brauchen, um erfolgreich zu sein.

Ein soziales Netzwerk koordinieren und steuern

Ein Unternehmen kann seine Mitarbeiter nicht motivieren, ohne ihren sozialen Hintergrund zu kennen und zu verstehen. Beziehungen werden geknüpft, Werte kommen zum Ausdruck und eine Unternehmenskultur entsteht – unabhängig davon, ob dieser Prozess nun aktiv gestaltet oder dem Zufall überlassen wird.

Unternehmen müssen im Hinblick auf diese soziale Komponente selbst entscheiden, wie stark sie Einfluss auf ihre Arbeitsplatzkultur nehmen wollen. Das moderne Personalwesen ist in der Pflicht, die Unternehmenskultur mit den Zielen der Organisation abzustimmen und etwaige Fehlausrichtungen zu erkennen. Effektiv arbeitende HR-Teams legen soziale Ziele fest, die zur Schaffung einer gemeinsamen Zielsetzung und eines Gemeinschaftsgeists beitragen.

Wenn Unternehmen ihre sozialen Rahmenbedingungen aktiv gestalten, ermöglichen sie zugleich die Schaffung sozialer Ziele, die mit den geschäftlichen Anforderungen harmonieren. Soziale Zielsetzungen können die Produktivität erhöhen und dazu beitragen, dass Probleme schneller gelöst werden. Außerdem erleichtern sie es Mitarbeitern, Kontakte mit Kollegen aus strategisch verwandten Teams zu knüpfen und Gemeinschaften zu bilden. Auf diese Weise können beispielsweise Vernetzungen zwischen Marketing- und Vertriebsteams oder Entwicklern und dem technischen Support entstehen. Soziale Ziele können auch genutzt werden, um dem Beitrag der Mitarbeiter einen tieferen Sinn zu verleihen und ihn entsprechend zu würdigen.

Soziale Unternehmensnetzwerke erleichtern das Festlegen sozialer Ziele und fördern das Verständnis dafür, was Hunderttausende von rund um den Globus verteilten Mitarbeitern bewegt. Natürlich war all dies auch schon vorher möglich, aber nicht in einer solchen Größenordnung und Geschwindigkeit, wie es nun neue Technologien leisten.

Niemand wacht morgens auf und denkt: ‚Ich muss ein U-Boot bauen‘. Ein Unternehmen denkt: ‚Wir müssen ein U-Boot bauen und wir müssen euch dazu bewegen, ein besseres U-Boot zu bauen‘. Dieses Motivieren und Beeinflussen der Mitarbeiter muss vorhanden sein.“

-Dimitri Boylan, CEO und Gründer, Avature

Nutzen Sie an die Zielgruppe angepasste Inhalte, um Mitarbeiter persönlich einzubinden

People Analytics, das Erfassen und Analysieren des Verhaltens von Mitarbeitern, ist eine moderne Funktion der Personalabteilung. Allerdings ist die Mitarbeiterbindung eine komplexe Gleichung, auf die es mehr als eine richtige Antwort gibt. Dieses Potenzial zu erschließen heißt auch zu erkennen, über welche individuellen Motivationen, Erfahrungen und Ansichten Mitarbeiter verfügen. Hierfür benötigen Unternehmen Software, die flexibel genug ist, um verschiedene Kennzahlen zu erfassen, um künftige Ergebnisse optimieren zu können.

Die Marktsegmentierung, die bereits die Kandidatenerfahrung transformiert hat, greift nun auch auf den Mitarbeiterbereich über. Zwar verfügen Firmen inzwischen über Online-Tools für die Zusammenarbeit und Kommunikation, allerdings beschränken sich diese auf das Filesharing und Chat-Funktionen, ohne dass es möglich wäre, dem internen Netzwerk relevante, zielgruppengerechte Informationen zukommen zu lassen. Ein solches Tool wirkt eher wie ein Megafon, das die Informationsflut, der Mitarbeiter täglich ausgesetzt sind, lediglich vergrößert.

Mit der Lösung von Avature zur Mitarbeiterbindung steht Personalabteilungen ein interaktives Mitarbeiterportal und ein netzwerkinterner Newsfeed zur Verfügung. Je besser das HR-Team seine Angestellten kennenlernt – ihre Kompetenzen, beruflichen Interessen, Vorlieben, Abneigungen, Verbesserungspotenziale – umso zielgerichteter können Botschaften formuliert werden, um eine effektive Kommunikation zu ermöglichen. Über eine solche Interaktion kann nachvollzogen werden, was sie motiviert – ein Wissen, das wiederum dabei hilft, bessere Personalentscheidungen zu treffen. Segmentierte Botschaften sorgen für eine größere strategische Ausrichtung innerhalb des Unternehmens.

Die Zukunft der HR-Technologie ist sozial

Heutige Unternehmen brauchen agile Technologien, die es ihnen ermöglichen, verschiedene Strategien zur Erhöhung der Mitarbeiterbindung auszuprobieren. Die Personallösungen von Avature sind schwerpunktmäßig auf Marketing- und Kommunikationserfordernisse ausgerichtet. Flexibilität und Agilität werden großgeschrieben, wodurch technologische Risiken vermieden werden. Die Avature-Plattform ermöglicht es Kunden, innovative Recruiting- und HR-Initiativen in Echtzeit zu testen und dabei gleichzeitig dem Alltagsgeschäft nachzugehen.

Eine soziale Komponente gehört zur DNA jedes Unternehmens. Die HR-Technologie der ersten Generation hat die Informationsweitergabe optimiert. Die HR-Technologie der nächsten Generation sorgt dafür, dass Mitarbeiter in der Lage sind, sich schneller zu vernetzen und als Team zu funktionieren. Mithilfe technologischer Lösungen können die Beziehungen am Arbeitsplatz verbessert werden. Dimitri Boylan formuliert die Rolle der HR-Technologie wie folgt:

Letztlich geht es darum: ‚Verfügen Sie über die nötigen Bausteine, um die nächste Geschäftsidee zu entwickeln?‘“

Eine Fassung dieses Artikels ist ebenfalls im Magazin Business Reporter erschienen. Hier können Sie ihn nachlesen: business-reporter.co.uk

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