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Recruiting an Hochschulen: Wie Novo Nordisk lernte, sich Gehör zu verschaffen

Written By
Alicia Castro
Sr. Associate Editor

Da heute immer mehr Unternehmen an Hochschulen nach geeigneten Bewerbern suchen, fällt es selbst erfolgreichen Unternehmen schwer, nicht in der Masse unterzugehen. Jill Miller, leitende Recruiterin im Bereich Hochschulbeziehungen, hat diese Erfahrung selbst gemacht.

Als sie vor fünf Jahren für das global tätige Pharmaunternehmen ein Programm für Berufseinsteiger ins Leben rief, hatte sie keinerlei Kontakte zu Universitäten und keine klar definierte Zielgruppe; zudem war die Marke in den USA kaum bekannt. Auf dem unübersichtlichen Feld des Hochschul-Recruitings, von ihr selbst scherzhaft als „weißes Rauschen“ bezeichnet, musste sie als Erstes die Stimme ihres Unternehmens heraushören und anschließend die am besten geeignete Technologie auswählen, um mit den Studierenden zu kommunizieren.

„Junge Talente wollen Informationen auf bestimmte Art und Weise präsentiert bekommen“, so Jill Miller. „Es geht darum, den Nerv der Zielgruppe zu treffen.“

In einem kürzlich veranstalteten Webinar, an dem auch Kelsey Sampson und Carina Lacour von Avature teilnahmen, referierte Jill Miller über die von ihr erarbeitete Strategie, mit der sie ihr Unternehmen zu einem Arbeitgeber erster Wahl für Hochschulabsolventen machen will.

Zentrale Herausforderungen bewältigen

Hochschulveranstaltungen stellen eine wichtige Quelle für Neueinstellungen dar. Der neuesten Benchmarkstudie des US-Hochschul- und Arbeitgeberverbands National Association of Colleges and Employers zufolge rekrutierten teilnehmende Arbeitgeber 63 Prozent ihrer Vollzeitnachwuchskräfte über Hochschulaktivitäten.

Allerdings sind herkömmliche Recruiting-Softwarelösungen nicht darauf ausgelegt, auch Eventmanagement-Funktionen wie die Kostenkontrolle, das Versenden von Einladungen und die Verwaltung von Daten über den Veranstaltungsort abzudecken. Zudem sind Recruitment-Marketing-Systeme in der Regel nicht leistungsfähig oder flexibel genug, um die mit dem Hochschul-Recruiting einhergehende Arbeitslast in einer einzigen effizienten Lösung zu bewältigen.

Novo Nordisk war eines der ersten Unternehmen, die Avature CRM nutzten und, wie Jill Miller beobachten konnte, erfolgreich an der Sourcing-Front einsetzten. Sie erkannte schnell, dass das Tool alles leistete, was ihr für Veranstaltungen an Hochschulen vorschwebte und dabei gleichzeitig die Arbeit ihres „kleinen, aber feinen“ Teams von drei Leuten tatkräftig unterstützte.

Dank einer maßgeschneiderten Avature Campus & Events-Lösung ist das Team von Jill Miller nun in der Lage, junge Talente effektiver anzusprechen und die Talentpools des Unternehmens bestmöglich zu nutzen.

Junge Talente für sich gewinnen

Um die Zielgruppe der Millenials gezielt für das Unternehmen zu interessieren, setzen Jill Miller und ihr Team auf vereinfachte, für Mobilgeräte geeignete Bewerbungsverfahren.

Für Mobilgeräte optimierte Landing Pages

Eine Landing Page zu konzipieren, muss kein langwieriger Prozess sein. Jill Miller selbst hat es schon geschafft, innerhalb von fünf Minuten individuelle, im Erscheinungsbild des Unternehmens gestaltete Landing Pages zu erstellen, und das, während die Kandidaten vor ihr saßen. Die Kandidaten sehen ein einwandfrei funktionierendes Programm vor sich, selbst wenn sie noch damit beschäftigt ist, im Backend die Inhalte zu erstellen.

„Man muss kein Software-Experte sein“, betonte Jill Miller mit Blick auf das Arbeiten mit Avature. „Man formuliert einfach nach Wunsch die Inhalte, formatiert sie und stellt die Fragen ein, die man beantwortet haben möchte.“

Auf Nutzerseite sind sämtliche Landing Pages in ihrer Gestaltung für Tablets und Smartphones optimiert – ein klarer Vorteil für die Generation der Millenials, die vor allem mit Mobilgeräten ins Internet geht.

SMS-Funktionen

Auf Karrieremessen hängt Novo Nordisk Banner auf, die Studierende darauf aufmerksam machen, dass sie sich via SMS bewerben oder in einen Talentpool aufnehmen lassen können. Über die SMS-Funktion von Avature erhalten Studierende eine Antwort-SMS mit Links zu Bewerbungsformularen. So können sie sich dann, während sie warten, direkt bewerben oder per Smartphone weitere Informationen anfordern.

„Es gibt Kandidaten, die einem erst einmal einen Lebenslauf schicken wollen, ohne gleich in tiefergehende Gespräche einzusteigen“, so Jill Miller. „Dank dieser Funktion können sie dies direkt erledigen und dann weiter über die Messe schlendern. Das ist wirklich klasse und perfekt auf die Zielgruppe zugeschnitten.“

Kandidaten können den Prozess selbst steuern

Jill Miller und ihr Team nutzten für die Erstellung ihres Bewerbungs-Dashboards Software von Avature. Dank dieser Lösung können Studierende selbst Termine für Vorstellungsgespräche festlegen, ihre Bewerberinformationen oder ihren Lebenslauf aktualisieren und sich online für Veranstaltungen anmelden. Dadurch ist sichergestellt, dass gefragte Kandidaten den Stand ihres Bewerbungsprozesses bei Novo Nordisk ganz unkompliziert nachverfolgen können, auch wenn sie gleichzeitig mit Konkurrenzunternehmen im Gespräch sind.

„Es ist wichtig, den Studierenden das Gefühl zu vermitteln, den Bewerbungsprozess selbst steuern zu können. Sie legen Wert darauf, Termine selbst festlegen zu können“, so Jill Miller.

Aktive Kontaktpflege

Novo Nordisk war es wichtig, Talentpools aufzubauen, die nicht nur als „Speicherorte für Lebensläufe“ dienen sollten, wie Jill Miller es formulierte. Anstatt Bewerber lediglich zu den Akten zu legen, nutzt ihr Team die Listen mit Berufsanfängern, um aktiv den Kontakt zu pflegen und sie kontinuierlich für das Unternehmen zu interessieren.

Durchdachte Karriereseiten

Jill Miller bezeichnet die Karriereseite ihres Unternehmens als „zweiseitiges Kommunikationstool“. So integriert Novo Nordisk beispielsweise Bilder, Videos und Mitarbeiter-Testimonials, wodurch Studierende sich ein besseres Bild davon machen können, wie es denn wäre, für das Unternehmen zu arbeiten.

Kontinuierlicher Kontakt durch Newsletter

Viermal im Jahr verschickt Novo Nordisk auf die Zielgruppe abgestimmte Newsletter für 15 verschiedene berufliche Laufbahnen. Auch wenn die E-Mails im Erscheinungsbild des Unternehmens gehalten sind, liegt der inhaltliche Schwerpunkt auf wichtigen Branchenereignissen und damit auf Themen, die über das Unternehmen und seine Karrieremöglichkeiten hinausgehen. Studierende erhalten so relevante Informationen über ihr Interessengebiet – Novo Nordisk wiederum kann sich als Branchenexperte präsentieren.

„Wir versuchen, die Wissenslücken zu schließen und den Studierenden die Informationen zu vermitteln, die ihnen die Career Services der Universitäten nicht unbedingt liefern können, da dies nicht in ihren Aufgabenbereich fällt“, erläuterte Jill Miller.

Die Aktion war bisher sehr erfolgreich; so beträgt die Leserate der Kampagne circa 47 Prozent und es gab noch keinerlei Abmeldungen. Was ist der Schlüssel dazu?

„Authentizität“, so Jill Miller. „Ich glaube, es kommt gut an, dass wir den Menschen sinnvolles Wissen vermitteln und dadurch ihre Kompetenz stärken.“

Innovation als oberste Priorität

Novo Nordisk will auch weiterhin die Kontaktpflege mit Kandidaten verbessern und konfiguriert dazu die mobile App zusätzlich für den Offlinebetrieb. So ist sichergestellt, dass Recruiter bei Hochschulveranstaltungen selbst dann Bewerberinformationen erfassen können, wenn der Empfang gering ist.

Darüber hinaus entwickelt das Unternehmen ein umfassendes Portal zur Talentgewinnung, das die Recruiting-Bemühungen an allen Fronten bündelt, angefangen bei der Rekrutierung von Berufsanfängern bis hin zur Anwerbung von Führungskräften.

Beim Ausbau ihres Hochschulprogramms lassen sich Jill Miller und ihr Team von drei zentralen Prinzipien leiten:

  • Der Unternehmensstrategie folgen
  • Die Zielgruppe kennen
  • In Bezug auf Innovation keine Kompromisse eingehen

„Ein ganz neues Programm zu entwickeln ist definitiv eine Herausforderung – allerdings ist es enorm hilfreich, wenn einem dabei von Anfang an ein leistungsfähiges Programm zur Seite steht“, betonte Jill Miller. „Was immer Sie sich vorstellen – mit Avature können Sie es tatsächlich entwickeln.“

Möchten Sie sich ebenfalls auf Ihrer nächsten Hochschulveranstaltung Gehör verschaffen? Besuchen Sie Avature Campus & Events und erfahren Sie mehr darüber, wie Sie den Nerv der jungen Talente von heute treffen können.

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