Die erste Jahreshälfte 2017 ist bereits vergangen; technologische Neuerungen haben die Arbeitswelt in vier entscheidenden Aspekten vorangebracht.

Mobile Apps, Social Data, technikaffine Führungskräfte und digitale Arbeitsumgebungen sind auf dem Vormarsch – für Unternehmen wird das einschneidende Veränderungen mit sich bringen. Doch wie stets bleibt – trotz aller neuen Geräte und vermeintlich vielsagender Zahlen – der menschliche Faktor entscheidend. Unternehmen müssen nach wie vor in ihre Mitarbeiter investieren, um in dieser sich rasch wandelnden Geschäftswelt erfolgreich bestehen zu können.

Im Folgenden werden vier Technologietrends beleuchtet, die die Arbeitswelt in diesem Jahr verändern werden; zudem wird aufgezeigt, wie man sich diese Trends zunutze machen kann, um Mitarbeiter zu unterstützen und zu motivieren.

  1. Apps erobern Unternehmenssoftware

Unternehmen, die verstärkt auf Mobilgeräte setzen, finden endlich intelligente, anpassungsfähige Lösungen vor. Lange Zeit waren Führungskräften auf schlechte Software angewiesen – inzwischen jedoch stehen immer mehr zielgruppengerechte Lösungen zur Verfügung, die die Produktivität der Mitarbeiter erhöhen.

Die Idee dahinter ist, Input- und Feedback-Möglichkeiten zur Verfügung zu stellen, die Mitarbeitern ohnehin vertraut sind; so verbringt etwa der Durchschnittsamerikaner täglich 3,15 Stunden an seinem Mobilgerät. Mobile Apps zeichnen sich durch Benutzerfreundlichkeit aus und erhöhen dadurch die Mitarbeitereffizienz.

Wie Sie davon profitieren können: Beschleunigen Sie Ihren Talentgewinnungsprozess mithilfe von mobilen Funktionen, die auch von unterwegs nutzbar sind. Mithilfe mobiler Apps können Recruiter beispielsweise aktive Suchaufträge, anstehende Aufgaben und Kandidaten-Pipelines im Auge behalten und gleichzeitig neue potenzielle Kandidaten erfassen. Hiring Manager können ihre To-do-Listen durchgehen und Kandidaten von unterwegs aus prüfen. Recruiting-Teams können mobile Technologie darüber hinaus zur Planung und effizienten Realisierung von Veranstaltungen nutzen, um etwa Anmeldungen zu verwalten, die Informationen potenzieller Kandidaten zu erfassen und sofortiges Feedback zu geben.

  1. Führungskräfte der Millenials-Generation

Millennials stellen inzwischen den größten Anteil der Arbeitnehmerschaft und haben damit die Generation X überholt. Sie sind bereits in Führungspositionen angelangt und wollen sich dabei deutlich vom Führungsstil älterer Generationen abheben. Jüngere Manager – aber auch Vorgesetzte von Millennials – fordern eine Arbeitserfahrung, die der Erfahrung von Konsumenten in nichts nachsteht.

Doch das ist längst nicht alles: So wünschen sie sich außerdem eine enge Verzahnung ihrer Geschäftsprozesse und den entsprechenden Technologien. Die Generation der Millenials, auch bekannt als „Generation Smartphone“, will ständig online und informiert sein. Ein durchschnittlicher Erwachsener greift pro Tag 30 Mal nach seinem Handy, wohingegen Millennials im Durchschnitt über 150 Mal am Tag auf ihr Smartphone schauen. Millenials sind der Meinung, dass digitale Technologien dazu beitragen, einen Wettbewerbsvorteil zu erzielen, und sie begrüßen Tools, die Innovationen und Zusammenarbeit ermöglichen. Daher sollte man ihnen derartige Tools zur Verfügung stellen, die dann auch genutzt werden, wie beispielsweise die oben genannten mobilen Apps.

Führungskräfte der Millenials-Generation wünschen sich darüber hinaus Mobilität – und zwar nicht nur auf ihren Geräten. Womöglich liegt es an den sich ständig wandelnden digitalen Landschaften, jedenfalls stehen sie Veränderungen positiv gegenüber und wissen weitreichende Weiterbildungsmöglichkeiten zu schätzen.

Wie Sie davon profitieren können: Entledigen Sie sich der klassischen Karriereleiter und schaffen Sie ein „Karrieregitter“. Anpassungsfähige junge Führungskräfte fordern nicht unbedingt klare lineare Karrierewege, sondern finden es häufig attraktiver, wenn starre Hierarchieebenen wegfallen. Insofern sollte man eher Möglichkeiten für interne Stellenwechsel schaffen, durch die ehrgeizige Millenials ihren unterschiedlichen Interessen innerhalb des Unternehmens nachgehen können. Und die Bedeutung von Mobilität wird weiter zunehmen, in gleichem Maße, wie sich in Unternehmen kooperative, funktionsübergreifende und globalisierte Teams durchsetzen werden.

  1. Social Data ist da

Hauptbücher sind heutzutage weitgehend überholt. Die Finanzbuchhaltung von heute sollte mehr umfassen als lediglich Transaktionsdaten und beispielsweise auch Zahlen im Zusammenhang mit dem Sozialverhalten verzeichnen.

Allerdings fällt es Unternehmen schwer, Mitarbeiterbindung klar zu definieren, wichtige Meinungsführer zu ermitteln und sich sozialen Interaktionen zum Wohl des Unternehmens zu öffnen.  Soziale Daten sind nach wie vor schwer zu ermitteln: Lediglich 8 Prozent aller Unternehmen sind der Meinung, brauchbare Daten gesammelt zu haben, und nur 9 Prozent glauben von sich, die Talentfaktoren zu verstehen, die die Unternehmensleistung beeinflussen.

Um aussagekräftige soziale Daten zu sammeln, ist zunächst einmal eine Kultur des Zuhörens erforderlich.

Wie Sie davon profitieren können: Haben Sie ein offenes Ohr für das, was Ihre Mitarbeiter bewegt. Etablieren Sie beispielsweise ein Mitarbeiterportal, über das Beschäftigte Profile erstellen, gemeinsame Projekte durchführen, Feedback erhalten und sich mit Kollegen vernetzen können. Ein Mitarbeiterportal ermöglicht es Ihnen, Informationen darüber zu erfassen, wie Beschäftigte mit ihren Kollegen und ihrem Arbeitsumfeld interagieren.

Kommentare, Weiterleitungen und Suchanfragen mögen auf den ersten Blick wenig relevant erscheinen, doch sie können dabei helfen, ein klareres Bild davon zu zeichnen, was Mitarbeitern wirklich wichtig ist. Dies ermöglicht eine intelligentere Interaktion mit den Mitarbeitern, beispielsweise durch das Versenden abgestimmter Inhalte und Stellenangebote an verschiedene Zielgruppen.

  1. Digitale Arbeitsumgebungen verändern traditionelle Teams

In Zukunft werden traditionelle Formen der Zusammenarbeit vernetzteren und agileren Teams weichen müssen.

Mithilfe neuer Technologien können Unternehmen Mitarbeiter auf innovative Weise einbinden, beispielsweise, indem sie digitale Arbeitsumgebungen schaffen, die die Beziehungen zwischen Mitarbeitern von Grund auf verändern werden. Beschäftigte werden so etwa in die Lage versetzt, sich schnell und eigenverantwortlich weiterzubilden.

Die Vierzig-Stunden-Woche im Büro wirkt zunehmend überholt angesichts der Tatsache, dass immer mehr Talente innerhalb der „Gig Economy“ freiberufliche Tätigkeiten, Telearbeit oder flexible Arbeitszeiten bevorzugen. Dieser dynamischere Arbeitsstil verlangt nach einem neuen Talentmanagement-Konzept.

Wie Sie davon profitieren können: Setzen Sie auf Leistungs-Management-Technologie, die  Raum für eine Mentorenbeziehung zwischen Mitarbeitern und Vorgesetzten schafft. In einem agilen Arbeitsumfeld sollten Führungskräfte sich auf praktische Unterstützung und regelmäßiges Feedback konzentrieren. Im Rahmen des fortlaufenden Dialogs mit den Mitarbeitern sollten Vorgesetzte sowohl die Karriereinteressen ihrer Mitarbeiter als auch Karriere- und Wechselmöglichkeiten innerhalb des Unternehmens im Blick haben.

Sich für 2018 einen Vorsprung verschaffen

Die Technologie entwickelt sich fortlaufend weiter. Angesichts dessen wird die größte Veränderung im Jahr 2017 darin bestehen, wie wir unsere Unternehmen führen. Firmen, die konkurrenzfähig bleiben wollen, müssen ihre Arbeitsweise überdenken. Wenn das digitale Zeitalter durch Disruption geprägt ist, dann definiert sich das Unternehmen der Zukunft durch fortwährendes Lernen. Erfolgreiche Unternehmen setzen auf folgende Methoden: präzise Analysen, ständige Neubewertung und Bereitschaft zur Veränderung.

Wollen Sie wissen, mit welchen Tools Sie sich im digitalen Zeitalter einen Wettbewerbsvorsprung verschaffen können? Erfahren Sie mehr über die Funktionen von Avature oder sprechen Sie bei einer kommenden Veranstaltung mit unserem Team.